Karibik urlaub buchen impfungen

Karibik Urlaub Buchen – Welche Impfungen sind notwendig?

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Wenn es das Paradies auf Erden gibt, liegt es in der Karibik. Von Palmen gesäumte lange Sandstrände, strahlender Sonnenschein im ganzjährig milden Klima, türkisblaues Meer, eine nie gesehene Artenvielfalt und echte karibische Lebensfreude werden Ihnen begegnen, wenn Sie einen Karibik Urlaub Buchen.

Aber wie jedes Paradies hat auch dieses ein paar Schattenseiten, die den Urlaubstraum in einen Albtraum verwandeln können. Dazu zählen Tropenkrankheiten, die in jedem Fall unangenehm, im schlimmsten Fall tödlich enden können. Deshalb ist es wichtig, sich vor der Abreise über die Gesundheitsrisiken zu informieren. Generell besteht für Reisen in die Karibik keine Impfpflicht, das Robert-Koch-Institut empfiehlt nur die Auffrischung von Standard-Impfungen, etwa gegen Tetanus. Sprechen Sie diesbezüglich mit Ihrem Hausarzt.

Die meisten Tropenkrankheiten werden durch Insekten übertragen, an vorderster Stelle sollten deshalb immer Maßnahmen stehen, die verhindern, dass eine infizierte Mücke und andere Überträger von Infektionskrankheiten zum Stich oder Biß kommen und damit den Erreger auf Sie übertragen kann.

Schutzmittel auf der Basis von Diethyltoluamid (= DEET) und Icaridin (Bayrepel) haben sich weltweit am besten bewährt. Sie sind laut Auswärtigem Amt die beiden einzigen, wissenschaftlich am besten getesteten Substanzen, die eine ausreichende Wirkung gegen Moskitos und andere Überträger (Zecken, Milben etc.) gewährleisten. Die in zahlreichen Tests erfolgreichsten Mittel stellen wir hier kurz vor:

Anti Brumm Forte

Auf Basis des effektiven Wirkstoffs N,N-Diethyl-m-toluamid (DEET) schützt Sie dieses Spray bis zu 6 Stunden zuverlässig vor tag- und dämmerungsaktiven Insekten, inklusive der Malaria übertragenden Anopheles-Mücke. Die hervorragende Schutzwirkung von Anti Brumm Forte überzeugte auch Stiftung Warentest: In der Kategorie Mückenschutz erhielt das Schutzmittel zum wiederholten Mal die Bestnote „sehr gut“. Kaufen können Sie Anti Brumm Forte über diesen Link. Der Preis beträgt 18,90 Euro (Pumpzerstäuber, 150 ml).

Autan Protection Plus

Autan Protection Plus wirkt gegen Mücken, Stechfliegen (wie z.B. Bremsen), Zecken und auch gegen Tigermücken. Letzteres begeisterte uns besonders, denn die Tigermücke kann Dengue-Fieber übertragen. Diese Krankheit zählt zu den gefährlichsten und auch häufigsten Tropenkrankheiten in der Karibik. Kaufen können Sie Autan Protection Plus über diesen Link. Der Preis beträgt 4,95 Euro (Pumpspray, 100 ml).

 

 

No Bite


No Bite ist das stärkste, aber dafür auch wirksamste Schutzmittel in unserer Aufzählung. Es wurde vom US-Militär entwickelt, um Soldaten in Vietnam und Kambodscha vor gefährlichen Mücken zu schützen. Beachten Sie, dass No Bite neben dem Hautspray noch ein weiteres Spray für Ihre Kleidung anbietet (blaue Dose). Weil seine Schutzwirkung auf fünf Stunden beschränkt ist und Sie diese Chemiebombe bestimmt nicht öfter als notwendig auftragen möchten, sollten Sie No Bite eine Stunde vor Beginn der Dämmerung und noch einmal kurz vor dem Schlafen gehen verwenden. Das Mittel kann Plastik angreifen. Vermeiden Sie deshalb den Kontakt Uhren, Augengläsern und Kameras. Kaufen können Sie No Bite über diesen Link. Der Preis beträgt etwa 11 Euro (Hautspray, 100 ml).

 

 

Ultrathon Insect Repellent


Erfahrene Karibik-Urlauber schwören oft auf Schutzmittel, die von den Einheimischen benutzt werden. Diese Menschen leben jeden Tag in der Karibik und haben dadurch die größtmögliche Erfahrung mit gefährlichen Mücken. Auch das Ultrathon Insekt Repellent setzt auf den Wirkstoff DEET. Mit 12 Stunden besitzt es die längste Schutzzeit aller erhältlichen Mittel. Wie bei No Bite gibt es auch hier ein Mittel für die Haut und ein weiteres für die Kleidung. Kaufen können Sie das Ultrathon Insect Repellent über diesen Link. Der Preis beträgt 62 Euro, hinzu kommen 4,50 Euro für den Versand nach Deutschland. Das ist natürlich ziemlich teuer. Unsere Empfehlung: Kaufen Sie sich in Deutschland das günstige Autan. Wenn Sie in der Karibik angekommen sind, fragen Sie in einer Apotheke oder einem Military Shop nach dem wirksameren Ultrathon Insect Repellent. Dort ist es um einiges günstiger zu kriegen.

 

Keinerlei Schutzwirkung im Hinblick auf tropische Insekten bieten Repellent-Armbänder, die Einnahme von Vitamin B1 oder B6–Präparaten, der Konsum von Knoblauch, Lichtfallen, Ultraschallgeräte, Zitronella –Kerzen und Tea tree oil. Kurzum: So ziemlich das ganze homöopathische Sortiment.

Packen Sie ein wenig lange Kleidung ein und tragen Sie diese nach Sonnenuntergang. Am besten eignen sich helle Stoffe (Leinen oder Baumwolle). Bei Ausflügen in den Dschungel sollten Sie die lange Kleidung auch tagsüber tragen, denn einige gefährliche Insekten, die das Dengue-Fieber, den vor allem für ungeborene Kinder gefährlichen Zika-Virus und die dem Dengue-Fieber ähnliche Krankheit Chikungunya übertragen, sind auch tagsüber aktiv. Hüten Sie sich besonders vor der Aedes-Mücke.

Halten Sie sich so wenig wie möglich an stehenden Gewässern und mit Wasser gefüllten Gräben auf. Mücken stechen gerne durch die Socken oder knapp darüber, denn der Schweißgeruch von Füßen zieht sie magisch an. Schützen können Sie sich mit dicken, hellen Socken und einem der oben vorgestellten Mittel, das direkt am Übergang zur unbedeckten Haut aufgetragen wird. Auch eine vernünftige Fußhygiene schützt vor den gefährlichen Insekten.

Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, sind Sie bereits zu mehr als 90 Prozent vor allen gefährlichen Tropenkrankheiten geschützt. Ohne Impfung, wohlgemerkt. Die restlichen zehn Prozent der Schutzmaßnahmen beziehen sich auf bestimmte Gebiete in der Karibik und sind nur dort notwendig.

Malaria-Prophylaxe (Haiti, Dominikanische Republik)

In einigen Regionen Haitis, die unter 300 Meter liegen und landesweit in der Dominikanischen Republik ist die Malaria verbreitet. In der Dominikanischen Republik betrifft das vor allem die die ländlichen Provinzen im Westen, darunter Castanuelas, Hondo Valle und Pepillo Salcedo. Bis zum Jahr 2006 galten alle anderen Karibikinseln als malariafrei. Inzwischen wurden aber Fälle auf den Bahamas gemeldet. Dort betraf es vor allem die Insel Exuma südöstlich von Nassau.

Reisende, die ihren Urlaub in der Dominikanischen Republik verbringen, sollten ein Malaria-Notfallpräparat (Chloroquin) mitnehmen. Dieses Präparat müssen Sie nur einnehmen, wenn Sie nach einem Insektenstich Fieber bekommen oder an grippeähnlichen Symptomen leiden. Suchen Sie in diesem Fall sofort einen Arzt auf.

Eine vollständige Malaria-Prophylaxe ist normalerweise nicht notwendig.

Gelbfieber-Prophylaxe (Trinidad)

Kommen Sie direkt aus Deutschland in die Karibik, benötigen Sie keine Impfung gegen Gelbfieber. Einzige Ausnahme sind Reisen in die südöstlichen Urwaldgebiete von Trinidad. Diese gelten als Gelbfieber-Gebiet. Weil dieses Gebiet tief im Landesinneren liegt, wird es normalerweise nicht von Touristen besucht.

Ganz anders sieht es aus, wenn Sie aus einem Gelbfieber-Gebiet in die Karibik einreisen möchten. Antigua und Barbuda, Aruba, Bahamas, Barbados, Grenada, Guadeloupe, Haiti, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen sowie Trinidad und Tobago verlangen in diesem Fall eine nachgewiesene Impfung gegen Gelbfieber. Außerdem wird von allen Personen, die aus oder über Südamerika nach Trinidad und Tobago einreisen, grundsätzlich ein Impfnachweis für Gelbfieber verlangt.

Vor allem Inselhüpfer, die mehrere Inseln in der Karibik besuchen möchten, sollten ihren Impfpass dabei haben, um ihn notfalls an der Grenze vorzeigen zu können. Die medizinischen Einreisebestimmungen können sich immer wieder ändern.

Hepatitis-A-Prophylaxe (alle Inseln)

Die Immunisierung gegen Hepatitis-A zählt zu den Standard-Impfungen und sollte, falls nötig, aufgefrischt werden. Das gilt auch für kurze Aufenthalte. Die auch als Gelbsucht bekannte Krankheit wird durch Nahrung und Getränke übertragen. Verzehren Sie vor allem keinen rohen Fisch! Die Hotels in der Karibik unterliegen strengen Lebensmittelkontrollen. So lange Sie nur im All-Inklusive-Hotel essen, werden Sie nicht mit Gelbsucht in Berührung kommen.

Cholera-Prophylaxe (Dominikanische Republik)

In Haiti sind, vor allem seitdem dieses Land von mehreren Naturkatastrophen getroffen wurde, die Cholera und andere Durchfallkrankheiten zu einer landesweiten Epidemie angewachsen, die inzwischen auf die benachbarte Dominikanische Republik übergegriffen hat. Die Ansteckungsgefahr für Reisende ist ohne direkten Kontakt zu Erkrankten, beispielsweise in Krankenhäusern, aber sehr gering.

Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, trinken Sie nur Flaschenwasser, niemals Leitungswasser. Benutzen Sie in gefährdeten Gebieten auch kein Trinkwasser zum Zähne putzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Nur gekocht oder geschält. Bereiten Sie ihr Essen selbst zu, waschen Sie sich vor dem Kochen die Hände mit Seife oder benutzen Sie Desinfektionstücher.

Eine Cholera-Impfung ist in Form einer Schluckimpfung verfügbar, die vier Wochen vor Abreise beginnt und mehrmals eingenommen wird.

Typhus-Prophylaxe (Dominikanische Republik, Guadeloupe, Haiti, Puerto Rico)

Für die Dominikanische Republik, Guadeloupe, Haiti und Puerto Rico wird grundsätzlich, auch bei Kurzreisen, ein Schutz gegen Typhus empfohlen, weil die Krankheit dort besonders häufig auftritt. Langzeitreisenden, die sich mehr als drei Monate auf Antigua, Barbuda, Aruba, den Bahamas, in Barbados, auf den Cayman-Islands, in Grenada, Jamaika, Kuba, Martinique, Montserrat, in St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und den Grenadinen, Trinidad und Tobago, auf den Turks- und Caicosinseln sowie den Jungferninseln aufhalten möchten, wird ebenfalls eine Impfung gegen Typhus empfohlen.

Die Typhus-Impfung wird zwei Wochen vor Abreise in Form einer Spritze verabreicht. Ihre Schutzwirkung setzt erst nach vierzehn Tagen ein. Die Dauer des Schutzes beträgt drei Jahre. Hin und wieder wird eine Schluckimpfung angeboten, ihre Wirksamkeit ist aber umstritten.

Typhus wird durch Speisen und Getränke übertragen. Bei frühzeitiger Behandlung bestehen gute Chancen auf vollständige Heilung. Allerdings entwickelt der Erreger zunehmend Resistenzen gegen Antibiotika.

Poliomyelitis-Prophylaxe (Dominikanische Republik)

Die bei uns als „Kinderlähmung“ bekannte Krankheit kommt auf der Dominikanischen Republik, vor allem in den Gebieten Constanza City, La Vega, Mons Nouel und Santiago, häufig vor. Es handelt sich hier aber um eine Krankheit, der Sie auch in Deutschland zum Opfer fallen können. Aus diesem Grund zählt der Schutz gegen Kinderlähmung zu den vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standard-Impfungen.

Die Infektion erfolgt über das Trinkwasser. Durch umfangreiche Impfmaßnahmen konnte die Kinderlähmung bis zum Jahr 1994 fast vollständig zurückgedrängt werden. Einige Mediziner sagten gar die vollständige Ausrottung dieser Krankheit bis zum Jahr 2000 voraus. Seit einigen Jahren steigt die Anzahl der Erkrankungen aber wieder dramatisch an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt dies auf die steigende Anzahl von Impfgegnern zurück, die sich weigern auch nur die Standard-Schutzmaßnahmen in Anspruch zu nehmen.

Übrigens: Die älteren Menschen noch bekannte Schluckimpfung gibt es nicht mehr. Die Poliomyelitis-Prophylaxe wird heute als Injektion verabreicht. Ihr Schutz hält 10 Jahre.

Weitere Informationen zum Thema Reisemedizin finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amtes, beim Robert-Koch-Institut sowie beim Institut für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit. Besuchen Sie diese Seiten bevor Sie Ihren Karibik Urlaub Buchen.